Barbara Bierach – Schweigegelübde

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Heute möchte ich den Irland-Krimi „Schweigegelübde“ vorstellen, der sich um die Kommissarin Emma Vaughan dreht. Es ist der 2. Band von insgesamt zweien der Reihe.

Schweigegelübde hält einige interessante Informationen über Irland bereit und fängt sehr vielversprechend an. Ein Todesengel geht in einer Klinik um, die Ermittlungen starten, Emma verteilt Aufgaben an ihre Mitarbeiter, viele Fragen sind offen.

Man merkt aber auch direkt: Emma ist eine taffe Frau, die mit vielen privaten und beruflichen Problemen zu kämpfen hat. Ihrem Ex-Mann wird Mitgliedschaft in der IRA vorgeworfen, Emma glaubt, in einem vorherigen Fall einen Ermittlungsfehler gemacht zu haben, sie ist nach einem schweren Unfall medikamentenabhängig und sie wird nachts von einem IRA-Mann überfallen, der wohl mit ihrem Ex-Mann zusammengearbeitet hat. Viel zu bewältigen für Emma, aber sie packt es an und bleibt erstaunlich gelassen.

Bei knapp 70 Prozent Lesemenge auf dem Kindle und nach zahlreichen Gesprächen mit Verdächtigen hat Emma dann plötzlich eine Eingebung, wer der Todesengel sein könnte. Es ist genau die Person, von der ich direkt beim ersten Auftauchen dachte, sie sei der Täter. Der Fall ist gelöst, alle anderen Ermittlungslinien sind eigentlich lose Fäden, die nirgendwo hinführen.

Dann muss Emma noch das Problem mit dem Ermittlungsfehler lösen. Sie glaubt, dass sie eine Mörderin fälschlicherweise hat laufenlassen, ohne sie ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Dummerweise sind nämlich weitere Morde passiert, die auf die besagte Person als Mörderin hinweisen. Dazu fährt Emma in ein Wellness-Hotel, einen Schauplatz des früheren Verbrechens, wo zwei Personen ins Visier ihrer Aufmerksamkeit geraten. Es stellt sich relativ schnell heraus, dass Emma doch keinen Fehler gemacht hat. Die verbleibenden Probleme klären sich dann auch.

Fazit: Ganz unterhaltsamer, gut zu lesender Krimi, der thematisch etwas überfrachtet und recht einfach aufgebaut ist. Die Kommissarin ist mir zwar sympathisch, insgesamt fällt sie aber etwas stereotyp aus.

Barbara Bierach – Schweigegelübde – Ullstein