Pierre Martin – Madame le Commissaire und die tote Nonne

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Ein neuer Fall für Isabelle Bonnet

Eigentlich will Madame le Commissaire einfach nur einen schönen Nachmittag verbringen. Sie befindet sich mit ihrer Freundin Jacqueline in der Domaine du Rayol, einem botanischen Garten in Canadel-sur-Mer. Doch eine tote Nonne macht den beiden Frauen einen Strich durch die Rechnung. Sie ist offenbar beim Kräutersammeln die Klippe hinuntergestürzt, ein tragischer Unfall!

Isabelle kann sich jedoch nicht mit der Erklärung eines Unfalls anfreunden; es gibt einfach zu viele Ungereimtheiten. Und schon ist sie wieder mitten in einem neuen Fall! Tatkräftige Unterstützung erhält sie von ihrem schrulligen Mitarbeiter Apollinaire, der immer noch die Angewohnheit hat, verschiedenfarbige Socken zu tragen. Auch der Bürgermeister Thierry Blès und Kunstfreund Rouven Mardrinac treten wieder in Erscheinung; Isabelle hat sich auf eine etwas komplizierte Dreiecksgeschichte eingelassen…

Es gibt einiges, was man dem Buch vorwerfen könnte: Es wird zu viel gelächelt, gelacht, geschmunzelt, die Atmosphäre ist zu sonnig, die Figuren sind zu eindimensional, die Geschichte hat zu wenig Tiefgang und Spannung.

Für mich stellt sich die Lage aber eher so dar: Es herrscht eine heitere Grundstimmung vor, eingebettet in die leuchtende Atmosphäre der Provence. Man wird nicht mit großen Gefühlen oder komplizierten Charakteren belastet, sondern mit einer gefälligen, unterhaltsamen Geschichte belohnt, die den Leser von vorne bis hinten bei der Stange hält. Und das ohne dass man beim abendlichen Lesen Angst haben muss, hinterher nicht einschlafen zu können.

Fazit: Sehr gut gemachter Krimi, der fünfte der Reihe um Isabelle Bonnet. Ich konnte keine Ermüdungs- oder Abnutzungserscheinungen feststellen, das heißt ich habe diesen Band genauso gerne gelesen wie die ersten vier Bände. Bestens geeignet, um sich an einem ungemütlichen Sonntag auf dem Sofa zu verkriechen und für ein paar Stunden nach Fragolin in die Sonne zu träumen.

Pierre Martin – Madame le Commissaire und die tote Nonne –Knaur