Autoren A-Z

Die Informationen zu den einzelnen Autorinnen und Autoren stammen im Wesentlichen aus Wikipedia. Im Einzelfall habe ich (zusätzlich) andere Quellen herangezogen. Diese sind jeweils angegeben.

A

Aydemir, Fatma – Ellbogen

Geboren 1986 in Karlsruhe, Studium der Germanistik und Amerikanistik in Frankfurt am Main, Redakteurin bei der taz und freie Autorin, lebt in Berlin, Ellbogen ist ihr Debütroman

B

Boyle, Tom Coraghessan – Hart auf hart

Geboren 1948 in Peekskill, New York als Thomas John Boyle, mit 17 gibt er sich selbst den irischen Vornamen nach einem Vorfahren mütterlicherseits, wuchs in schwierigen Verhältnissen auf, studierte Englisch und Geschichte an der State University New York, Doktortitel in englischer Literatur des 19. Jahrhunderts (University of Iowa), Kurse in creative writing, Writers workshop unter der Leitung von John Irving (Mentor), lehrt an der University of Southern California als Professor Englisch, spielt verschiedene Instrumente, vier Jahre Lehrer an einer High School, viele Kurzgeschichten, 15 Romane, basieren oft auf historischen Ereignissen und Persönlichkeiten

Boyne, John – Der Junge im gestreiften Pyjama

Geboren 1971 in Dublin, Irland, Studium am Trinity College in Dublin (Englische Literatur) und an der University of East Anglia in Norwich (Kreatives Schreiben), verfasste fünfzehn Romane und verschiedene Kurzgeschichten, The Boy in the Striped Pyjamas (2006, dt. Der Junge im gestreiften Pyjama, 2007) weltweit mehr als neun Millionen Mal verkauft, von Miramax verfilmt, Jurymitglied der Auszeichnung Das außergewöhnliche Buch des Kinder- und Jugendprogramms des Internationalen Literaturfestivals Berlin, zahlreiche Nominierungen und Auszeichnungen, lebt in Dublin.

D

D’Andrea, Luca – Der Tod so kalt

Geboren 1979 in Bozen, wo er heute noch lebt, journalistische Arbeit (TV-Produktion „Mountain Heroes“; Portrait der Bergrettung für das italienische Fernsehen), Der Tod so kalt ist sein Debütroman (Seite des Autors bei Randomhouse)

E

Echenoz, Jean – 14

Geboren 1947 in Orange, Frankreich, Studium der Soziologie und des Bauwesens, internationale Bekanntheit durch den Roman „Ich gehe jetzt“ (1999), lebt seit 1970 in Paris, war mit der deutschen Autorin und Übersetzerin Anne Weber verheiratet

Edschmid, Ulrike – Ein Mann, der fällt

Geboren 1940 in Berlin, aufgewachsen auf der Burg Schwarzenfels in der Rhön, Studium der Literaturwissenschaften an der Freien Universität Berlin, Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, Engagement in der Studentenbewegung, Mitbegründerin der ersten Berliner „Kinderläden“, arbeitete für kurze Zeit als Lehrerin, erste literarische Arbeiten und Rundfunksendungen ab Mitte der 1980er Jahre, literarisches Werk bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Biographie, Zeitgeschichte und Fiktion, Das Verschwinden des Philip S. : Johann-Jacob-Christoph von Grimmelshausen-Preis (2013), Preis der SWR-Bestenliste (2013), Johann Friedrich von Cotta-Literatur- und Übersetzerpreis der Landeshauptstadt Stuttgart (2014), 2015 Stipendium des Berliner Senats, lebt in Berlin.

Einzlkind – Billy

Pseudonym eines unbekannten männlichen deutschsprachigen Bestseller-Autors, möglicherweise handelt es sich um den Verleger der Edition Tiamat, Klaus Bittermann, die Webseite des Autors gibt nicht viel mehr Aufschluss über dessen Identität, bisher drei Romane: „Harold“, „Gretchen“ und „Billy“

F

Fitzgerald, Penelope – Die Buchhandlung

Geboren 1916 in Lincoln, England, als Penelope Knox, gestorben 2000 in London, Studium an der Universität Oxford, während des 2. Weltkrieges Mitarbeiterin der BBC, in den 60er Jahren Dozentin an der Italia Conti Academy of Theatre Arts, Lehrerin an einer Londoner Schule, Mitarbeiterin in einer Buchhandlung, schriftstellerische Tätigkeit begann erst 1975, 1995 erschien ihr bekanntester Roman, Die blaue Blume, über die Liebesbeziehung zwischen Novalis und Sophie von Kühn, 1997 National Book Critics Circle Award for Fiction (als erste nicht-amerikanische Schriftstellerin)

G

Glattauer, Daniel – Die Wunderübung

Geboren 1960 in Wien, Studium der Pädagogik und Kunstgeschichte, Journalist für Die Presse und Der Standard (Gerichtsreportagen, Feuilleton, vor allem aber Kolumnen), sein Roman Der Weihnachtshund wurde 2004 für das Fernsehen verfilmt, sein Roman Darum 2007 fürs Kino, Durchbruch 2006 mit dem Roman Gut gegen Nordwind, der im selben Jahr für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde, Bühnenfassung 2009 uraufgeführt, Die Wunderübung 2015 am Wiener Theater uraufgeführt, Glattauers Werke wurden in über 35 Sprachen übersetzt.

Gore, Al – Truth to Power

Geboren 1948 in Washington CD als Albert Arnold „Al“ Gore Jr.,  wohlhabende und politisch aktive Familie, 1965-1969 Harvard College (Abschluss: Bachelor of Arts), Studium an der Vanderbilt University in Nashville (Theologie und Jura, ohne Abschluss), ab 1971 Berichterstatter für die Militärzeitung im Vietnamkrieg,  1977-1985 Abgeordneter im Repräsentantenhaus bzw. Senat im Bundesstaat Tennessee, 1988 und 2000 Präsidentschaftskandidatur,  1993-2001 unter Bill Clinton 45. Vizepräsident USA, 2006 Dokumentarfilm An Inconvenient Truth, 2007: Oscar (bester Dokumentarfilm), Start des Climate Reality Project, Friedensnobelpreis, Beteiligungen an verschiedenen Firmen im  Nachhaltigkeitssektor (Kritik: persönliche Vorteile durch verschärfte Klimagesetzgebung?), Gastprofessuren an der University of California, der privaten Fisk University und der Middle Tennessee State University, weitere Veröffentlichungen und Preise.

H

Haruf, Kent – Our souls at night

Geboren 1943 in Pueblo, Colorado, gestorben 2014 in Salida, Colorado, Sohn eines methodistischen Pfarrers, 1965 Graduation an der Nebraska Wesleyan University, 1973 Master of Fine Arts im Iowa Writers’ Workshop an der University of Iowa, Lehrer an einer Highschool, Assistant Professor für Literatur an der Nebraska Wesleyan University, Gastdozent an der Southern Illinois University, Whiting Award für The Tie That Binds (1984), Plainsong 1999 auf der Shortlist des National Book Award for Fiction, 2006 Dos Passos Prize,  2014 Folio Prize, Romane Eventide und Benediction für die Bühne adaptiert, Our Souls at Night erschien 2015 postum,  seit 2017 jährliches literarisches Festival zu Ehren Harufs in seiner Heimatstadt Salida.

Hermann, Judith – Lettipark

Geboren 1970 in Berlin, begann ein Germanistik- und Philosophie-Studium, Besuch der Berliner Journalistenschule und Praktikum in New York, 1997 Teilnahme an der Autorenwerkstatt Prosa im Literarischen Colloquium Berlin, im selben Jahr Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste in Berlin, entdeckte bald die Kurzgeschichte als ihr liebstes Genre, 1998 erster Prosaband Sommerhaus, später. 2003 Nichts als Gespenster, 2014 erster Roman: Aller Liebe Anfang, Hermanns Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland, 1999: Bremer Literaturförderpreis, Hugo-Ball-Förderpreis, 2001: Kleist-Preis, 2009: Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg,  2014: Erich-Fried-Preis, lebt in Berlin.

Hettche, Thomas – Pfaueninsel

Geboren 1964 in Treis (Landkreis Gießen), Studium der Germanistik, Filmwissenschaften und Philosophie an der Johann Wolfgang von Goethe-Universität Frankfurt am Main, lebt nach diversen Auslandsaufenthalten in Berlin und der Schweiz, mehrere Romanveröffentlichungen (Debut „Ludwig muss sterben“, 1989), auch als Journalist tätig (Kritiken, Reportagen, Essays), zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen (u.a. Short List zum Deutschen Buchpreis mit Pfaueninsel), Juror Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb, div. Lehraufträge und Dozenturen, Mitglied Pen-Zentrum Deutschland und Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung

K

Kang, Han – Die Vegetarierin

Geboren 1970 in Gwangju, Südkorea, Tochter des Schriftstellers Han Seung-won, wuchs ab ihrem elften Lebensjahr in Seoul auf, Studium der Koreanischen Literatur an der Yonsei University in Seoul , verfasste zunächst Gedichte, 1994 Literaturpreis der Zeitung Seoul Shinmun mit der Kurzgeschichte Rotes Segel, 1999 Preis für den besten koreanischen Roman, 2000 „Preis für junge Künstler von heute“ des Ministeriums für Kultur und Tourismus, 2005 Yi-Sang-Literaturpreis, 2007 Debütroman The Vegetarian, 2010 Verfilmung, 2016 Man Booker International Prize  (zusammen mit ihrer Übersetzerin ins Englische) für The Vegetarian, arbeitet als Journalistin, lehrt Kreatives Schreiben am Seoul Institute of the Arts.

Kehlmann, Daniel – Du hättest gehen sollen

Geboren 1975 in München, Studium der Philosophie und Germanistik, seit 2001 Dozent für Poetik an verschiedenen Hochschulen, 2003 internationaler Erfolg mit Ich und Kaminski, 2005 mit Die Vermessung der Welt, Roman über die Entstehung der modernen Wissenschaft, Historiker kritisieren die Darstellung, Ruhm (2009) kontrovers aufgenommen, 2013 Roman F. auf der Longlist des Deutschen Buchpreises, Ich und Kaminski, Die Vermessung der Welt und Ruhm für die Bühne adaptiert, Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur, der Freien Akademie der Künste in Hamburg, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, lebt in Wien und Berlin.

Kermani, Navid – Sozusagen Paris

Geboren 1967 in Siegen, Studium der Orientalistik, Philosophie und Theaterwissenschaft in Köln, Kairo und Bonn, Dissertation und Habilitation im Fach Orientalistik, journalistische Tätigkeit schon während des Studiums (u.a. Feuilleton der FAZ),  wissenschaftliche Tätigkeit (Ästhetik des Koran und islamische Mystik), Kermani setzt sich immer wieder mit wichtigen politischen Fragen auseinander (z.B. Irakkrieg, arabischer Frühling, Flüchtlingskrise), zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, diverse Lehraufträge und Dozenturen, u.a. Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der deutschen Islamkonferenz

Kunzru, Hari – White Tears

Geboren 1969 in London als Sohn einer Engländerin und eines Inders, studierte Englisch an der University of Oxford, danach Abschluss in Philosophie und Literatur an der University of Warwick, schrieb für verschiedene englische und internationale Zeitschriften (The Guardian, Daily Telegraph, The Economist, Wired), erster Roman The Impressionist, „Junger Reiseschriftsteller des Jahres 1999“ (Observer ), 2003 von der Literaturzeitschrift Granta unter die zwanzig besten jungen britischen Romanautoren gewählt, 2008 Cullman Stipendium an der New York Public Library, 2014 Guggenheim Stipendium, 2016 Stipendium der American Academy in Berlin, lebt in New York City (Webseite des Autors).

L

Lange, Hartmut – Das Haus in der Dorotheenstraße

Geboren 1937 in Berlin, 1939 wurde seine Familie nach Polen umgesiedelt, 1946 Rückkehr nach Berlin, Studium der Dramaturgie an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg,  1961–1964 Dramaturg am Deutschen Theater in Ost-Berlin, 1965 Flucht aus der DDR über Jugoslawien, arbeitete an verschiedenen Theatern als Regisseur, literarisches Schlüsselwerk Tagebuch eines Melancholikers (1983), seit 1982 vornehmlich Erzählungen und Novellen, diverse Preise und Stipendien, lebt in Berlin

Leon, Donna – Stille Wasser

Geboren 1942 in Montclair, New Jersey, Studium in den USA und Italien, Lehrerin für Englisch und englische Literatur, Reisebegleiterin in Rom, Werbetexterin in London, Lehrerin an amerikanischen Schulen in der Schweiz, im Iran, in China und in Saudi-Arabien, 1981-1995 an der Außenstelle der Universität Maryland auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Vicenza tätig, Dissertation über Jane Austen nicht abgeschlossen – Material ging 1979 während der Flucht vor der islamischen Revolution in Iran verloren, die Brunetti-Romane erscheinen seit 1992 im jährlichen Rhythmus, wurden in 35 Sprachen übersetzt und in zahlreichen Ländern veröffentlicht, auf ihren Wunsch hin erscheinen sie nicht auf Italienisch, 2003 internationaler Buchpreis Corine in der Sparte Belletristik.

Lunde, Maja – Die Geschichte der Bienen

Geboren 1975 in Oslo, Studium der Literatur in Oslo, Nebenfach Psychologie, dann Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaft (Spezialisierung Film und Filmgeschichte), Leiterin des Amandus Festival in Lillehammer, Arbeit als Museumspädagoge im Film Museum, als Leiterin eines Kinos und als Kommunikationsberaterin, seit 2009 hauptberuflich Autorin, Drehbuchautorin fürs norwegische (Kinder-)Fernsehen, 2012 erstes Kinderbuch, danach Jugendbücher, 2015 erstes Buch für Erwachsene (Die Geschichte der Bienen), lebt in Oslo (Webseite der Autorin).

M

Martin, Pierre – Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild

„Hinter dem Pseudonym Pierre Martin verbirgt sich ein Autor, der sich mit Romanen, die in Frankreich und in Italien spielen, einen Namen gemacht hat. Für seine Hauptfigur Madame le Commissaire hat er sich eine neue Identität zugelegt.“ (Seite des Autors bei Droemer-Knaur)

McEwan, Ian – Nussschale

Geboren 1948 in Aldershot, England,  Order of the British Empire (Commander), Mitglied der Royal Society of Arts, Sohn eines Berufssoldaten (Aldershot ist ein Militärstützpunkt), wuchs u. a. in Singapur und Libyen auf, Studium der englischen und französischen Philologie an der University of Sussex in Brighton (Bachelor of Arts in englischer Literatur), Master of Arts in englischer Literatur an der University of East Anglia in Norwich, Kurs in kreativem Schreiben bei den Romanautoren Malcolm Bradbury und Angus Wilson, unterrichtete an der University of Sussex, lebt seit 1975 als freier Schriftsteller (seit der erfolgreichen Kurzgeschichtensammlung Erste Liebe, letzte Riten), zahlreiche Preise, 2007 Verfilmung von Abbitte, lebt in London.

Morrison, Toni – Gott, hilf dem Kind

Geboren 1931 in Ohio, USA, als Chloe Ardelia Wofford, afroamerikanische Arbeiterfamilie, Änderung des Namens zu Toni nach ihrem Mittelnahmen Anthony im Zuge ihrer Konversion zum Katholizismus mit 12 Jahren, Studium der Anglistik an der Howard University  („schwarze“ Universität) und der Cornell University, danach Dozentin an der Texas Southern University in Houston und an der Howard University, von 1958-1964 verheiratet mit dem jamaikanischen Architekten Howard Morrison (zwei Söhne),  ab 1964 Verlagslektorin bei Random House, 1988 Pulitzer-Preis, 1993 Literaturnobelpreis, weitere Ehrungen und Preise, bis 2006 Professorin für Geisteswissenschaften an der Princeton University, bedeutendste Vertreterin der afroamerikanischen Literatur

Murakami, Haruki – Von Männern, die keine Frauen haben

Geboren 1949 in Kyoto, Studium der Theaterwissenschaften an der Waseda-Universität, Arbeit in einem Plattenladen, Inhaber einer Jazzbar, 1979 und 1980 erschienen die ersten beiden Romane, von denen er sich später distanzierte, Reisen nach Italien und Griechenland, Gastprofessor an der Princeton University (New Jersey) und der Tufts University in Medford, Massachusetts, seit 2011 lebt er in Oiso, Interesse für westliche Literatur und Musik (literarische Vorbilder u.a. Kafka), Schriften haben oft autobiographische Züge und surrealistische Elemen, gehört zu den populärsten und einflussreichsten japanischen Autoren seiner Generation,  zahlreiche Auszeichnungen und Preise

N

Noah, Trevor – Born a crime

Geboren 1984 in Johannesburg, dort auch aufgewachsen und zur Schule gegangen (u.a. eine streng katholische Schule), 2002 Rolle in einer südafrikanischen Seifenoper, danach eigene Radioshow, Comedian und Moderator diverser Sendungen (Erziehung, Sport, Klatsch, Dating), zahlreiche Touren als Comedian, 2011 zog er in die Vereinigten Staaten, trat in der Tonight Show auf und bei David Letterman, ab 2014 Beiträge für die Daily Show mit Jon Stewart, 2015 Nachfolge von Stewart

O

Ortheil, Hanns-Josef – Der Stift und das Papier

Geboren 1951 in Köln, Studium der Kunstgeschichte in Rom, Studium der Musikwissenschaft, Philosophie, Germanistik und Vergleichenden Literaturwissenschaft in Mainz, Göttingen, Paris und Rom, 1976-1988 Dissertation und Mitarbeit an der Universität Mainz (Deutsches Institut), 1979 erster Roman Fermer, 1991 Stipendium der Deutschen Akademie Villa Massimo Rom, Universität Hildesheim: 1990 Dozentur für Kreatives Schreiben und Gegenwartsliteratur, 1999 Gründung des Studiengangs „Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus“,  ab 2003 Professor für dieses Fach, 2008 Direktor des „Instituts für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft“, Poetik-Dozent an der Washington University in St. Louis (USA) und anderen Universitäten, Honorarprofessor der Universität Heidelberg, Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, verfasst Sachbücher, Biografien, Drehbücher,  zeitgeschichtliche und zeitgenössische Romane, autobiographische Essays, Historische Romane, zahlreiche Auszeichnungen.

R

Rosenfeld, Astrid – Zwölf Mal Juli

Geboren 1977 in Köln, wollte zunächst Schauspielerin werden, nach dem Abitur Aufenthalt in Kalifornien, um Berufserfahrungen am Theater zu sammeln, anschließend Schauspielausbildung in Berlin (nicht abgeschlossen), verschiedene Jobs in der Filmbranche, Romandebüt Adams Erbe« (2011), lebt in Berlin.

S

Seethaler, Robert – Ein ganzes Leben

Geboren 1966 in Wien, Schauspielschule in Wien, Mitwirkung bei vielen Produktionen für Kino und Fernsehen sowie an Theatern in Wien, Berlin, Stuttgart und Hamburg, spielt „Dr. Kneissler“ in der Serie Ein starkes Team, Romane: Die Biene und der Kurt, Die weiteren Aussichten, Jetzt wird’s ernst, Der Trafikant (Kein & Aber, Zürich), Ein ganzes Leben (Hanser, Berlin), zahlreiche Preise und Stipendien für seine Veröffentlichungen, Drehbuch für Die zweite Frau, realisiert durch Hans Steinbichler, 3 Grimme-Preise (2009), lebt in Berlin-Kreuzberg und Wien.

Sila, Tijan – Tierchen unlimited

Geboren 1981 in Sarajevo, emigrierte 1994 mit seiner Familie nach Deutschland, Studium der Germanistik und Anglistik in Heidelberg, Tierchen unlimited ist sein erster Roman, Lehrer an einer Berufsschule, lebt in Kaiserslautern (Der Autor bei Kiepenheuer & Witsch).

Smith, Zadie – London NW

Geboren 1975 in Willesden, London, als Sadie Smith (sie ändert den Vornamen mit 14), Studium der englischen Literatur am King’s College, Universität Cambridge, während des Studiums Arbeit als Jazzsängerin und Veröffentlichung von Kurzgeschichten, mit denen sie einen Verleger auf sich aufmerksam machte, insgesamt 6 Romane sowie Erzählungen und Essays, zahlreiche Preise und Auszeichnungen, ihr drittes Buch „On Beauty“ erhielt eine Nominierung für den Man Booker Prize und wurde mit dem Orange Prize for Fiction ausgezeichnet, der Roman NW handelt von Willesden, ihrem Geburtsort, Fellow am Radcliffe Institute for Advanced Study der Harvard University

Stelling, Anke – Fürsorge

Geboren 1971 in Ulm, aufgewachsen in Stuttgart, Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, ihr Roman Bodentiefe Fenster stand auf der Longlist des deutschen Buchpreises, ihr Roman Gisela (mit Robby Dannenberg) wurde 2004 verfilmt, weitere Preise und Stipendien, Lehrauftrag am Literaturinstitut in Leipzig und an der Filmakademie in Ludwigsburg, Fürsorge ist ihr siebter Roman (siehe Webseite der Autorin).

Stevenson, D. E. – Stich ins Wespennest

Geboren 1892 in Edinburgh, Schottland, ihr Vater war Leuchtturmbesitzer und Cousin von Robert Louis Stevenson, dem Autor der „Schatzinsel“,  sie begann sehr früh zu schreiben, wurde aber nicht gefördert, durfte auch nicht auf die Universität, 1916 heiratete sie James Reid Peploe (einen Offizier), in mehr als 40 Jahren publizierte sie mehr als 40 Bücher (meist romantische Unterhaltungsromane), ihre Bestseller wurden in viele Sprachen übersetzt, gestorben 1973 in Moffat, Schottland (Quelle: Englischsprachige Wikipedia).

Suter, Martin – Der letzte Weynfeldt

Geboren 1948 in Zürich, Ausbildung zum Werbetexter, Creative Director der Basler Werbeagentur GGK, Gründung der Werbeagentur Stalder & Suter, Präsident des Art Directors Club der Schweiz, Reportagen für die Zeitschrift Geo, Drehbücher für Film und Fernsehen, seit 1991 Autor, 1992-2007 Kolumne Business Class in der Weltwoche und im Magazin des Tages-Anzeigers, Kolumne Richtig leben mit Geri Weibel für das Monatsmagazin NZZ Folio, Durchbruch als Schriftsteller 1997 mit Small World, seine Romane Die dunkle Seite des Mondes, Ein perfekter Freund und Small World bezeichnet Suter als neurologische Trilogie (der Protagonist hat mit Identitätskrisen zu kämpfen), 1997 Ehrengabe des Kantons Zürich und 1998 französischer Literaturpreis Prix du premier roman étranger für Small World, Small world und Ein perfekter Freund wurden verfilmt, verfasst Liedtexte (Schweizer Musiker Stephan Eicher) und Theaterstücke, zahlreiche weitere Preise, lebt in Zürich.

V

Verhulst, Dimitri – Die Unerwünschten

Geboren 1972 in Aalst, Belgien, wuchs bei Pflegeeltern und in Kinderheimen auf, jobbte als Animator auf Mallorca, bei einem Pizza-Express, in einer Plastikfabrik und als Touristenführer, Roman Problemski Hotel in viele Sprachen übersetzt, Die Beschissenheit der Dinge (seine eigene Geschichte): 2006 für den „AKO-Literaturpreis“ nominiert, Publikumspreis Goldene Eule, 2009 verfilmt (in Cannes mit dem Prix Art et Essai prämiert), gilt als einer der besten auf Niederländisch schreibenden Schriftsteller, zahlreiche Preise (Seite des Autors bei Randomhouse).

W

Walker, Martin – Eskapaden

Geboren 1947 in Schottland, Studium der Geschichte an der Universität Oxford, Studium Internationale Beziehungen und Wirtschaft an der Harvard-Universität, danach 25 Jahre Mitarbeiter bei der britischen Tageszeitung The Guardian, seit einigen Jahren Senior Fellow beim Global Business Policy Council (Denkfabrik der Unternehmensberatung A.T. Kearney), mehrere wichtige Werke über den Kalten  Krieg, die Perestroika und die USA, lebt seit 1999 u.a. im Périgord, 2008 entstand der erste Kriminalroman um Bruno, Chef de Police, auf der Shortlist für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2015 mit dem Zukunftsthriller Germany 2064

Y

Yoshimoto, Banana – Lebensgeister

Geboren 1964 in Tokio als Mahoko Yoshimoto, Tochter eines einflussreichen Denkers, Dichters und Literaturkritikers und einer Haiku-Dichterin, Schwester einer erfolgreichen Manga-Autorin, fing mit etwa fünf Jahren an zu schreiben,  studierte an der Nihon-Universität japanische Literatur,  1986 Dekanspreis der Universität für ihre Abschlussarbeit (Erzählung Moonlight Shadow), nach ihrem Studium zunächst Job als Kellnerin, 1987 6. Kaien-Literaturpreis für Debütanten und 1988 16. Izumi-Kyōka-Literaturpreis der Stadt Kanazawa für ihr erstes Werk Kitchen, zahlreiche Werke und weitere Preise, Yoshimoto führt ihren Künstlernamen auf ihre Liebe für die Red Banana Flower zurück, Merkmale und wiederkehrende Motive u.a. der Tod (insbesondere der Verlust nahestehender Personen) und übernatürliche Phänomene .