Erling Kagge – Stille

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Assoziationen zur Stille

Stille ist ein sehr schön aufgemachtes, schmales Büchlein über ein besonderes Phänomen, an dem es heutzutage mangelt. So wirft Kagge am Anfang drei Fragen auf: Was ist Stille? Wo ist sie? Warum ist sie heute wichtiger denn je? Es folgen „33 Versuche einer Antwort“. Bei diesen Antworten geht es um das Staunen, die Natur, Langeweile, Ablenkung, Smartphones und verschiedene andere Themen.

Das Buch liest sich flüssig und hält hier und da ein paar interessante Gedanken für den Leser bereit. Was mir allerdings fehlt sind Tiefgang und Struktur. Die Kapitel wirken auf mich willkürlich aneinandergereiht, so als habe Kagge einfach seinen Assoziationen freien Lauf gelassen. Dabei werden die drei Fragen sicherlich indirekt auf die ein oder andere Weise beantwortet. Wer es aber, wie ich, etwas konkreter mag, kommt nicht auf seine Kosten.

Auch Leser, die sich schon ein paar Gedanken über Achtsamkeit und verwandte Themen gemacht haben, werden meines Erachtens wenig von dem Buch profitieren, da es einfach zu sehr an der Oberfläche bleibt.

Fazit: Stille hinterlässt bei mir keinen bleibenden Eindruck. Laut Untertitel handelt es sich um einen Wegweiser. Ich finde, es ist einfach ein nettes Büchlein für einen entspannten Lese-Nachmittag.

Erling Kagge – Stille – aus dem Norwegischen von Ulrich Sonnenberg – Insel

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